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Colonia  am  Rhing

Gründungssituation :

 

Zitat unseres Gründungsmitgliedes Adolf Bilstein aus der Vereinschronik: "Es begann 1953....

Der Normalverbraucher schickte sich an wieder Mensch zu werden. Die jüngeren Jahrgänge, die Überlebenden (Anmerkung d. Redaktion: des 2. Weltkrieges) hatten geheiratet und hatten Kinder. Nach dem verlorenen Krieg dachten wir nur an Arbeit. Arbeit war unser Leben. Die Zukunft wurde aufgebaut. Ich war damals Bahnpostfahrer beim Bahnpostamt 10 Köln - Deutz. Die Fahrerzunft hielt viel auf sich, und vergass nie, was sie sich und ihrer Spezialaufgabe schuldig war. Fahrerarbeit war Qualitätsarbeit. Wir fuhren den Rhein herauf und herunter, von Ostende nach Mannheim, von Dortmund nach Nürnberg, von Köln nach Frankfurt und sortierten Briefe, Pakete und Zeitungen. Auf einer dieser Fahrten lernte ich Fritz Schleicher kennen. Er war ebenfalls ein begeisterter Amateurfotograf. Wir hatten Gesprächsstoff. Dieses Thema wurde bis heute noch nicht zu Ende diskutiert. Wir planten eine Dunkelkammer mit dem Fernziel einen Fotoclub zu gründen. Eine Dunkelkammer musste vorhanden sein. Lüftung, Licht, Wasser und Abfluss sollten installiert sein. Wo konnten wir diesen Raum finden? Die Planung lief weiter, auch ohne Raum. Es wurden Zeichnungen angefertigt, Details aufgezeichnet, besprochen und immer wieder besprochen.

Einen entsprechenden Raum wussten und bekamen wir nicht. Ich hatte vor dem Krieg eine Ausbildung in einem Fotofachgeschäft erhalten. Die Nationalsozialisten erklärten diesen Beruf als Frauenberuf. Für einen Mann hieß das Rüstungsindustrie oder Militär. Also Militär. Fritz und ich hatten dem damaligen Chef des Bahnpostamtes 10 Köln-Deutz, Herrn von Ohlshausen, unseren Plan vorgetragen und um Unterstützung gebeten. Herr von Ohlshausen war begeistert. Der Wunsch eine Gemeinschaft zu bilden wurde größer. Mittlerweile waren vielen Kollegen unsere Gespräche nicht fremd geblieben. Es fanden sich Interessenten. Die Gründung eines Fotoclubs wurde beschlossen. Eine Gemeinschaft mit Familienanschluss schwebte uns vor. ....... am 1. April 1954 wurde die "Arbeitsgemeinschaft für Fotografie beim Bahnpostamt 10 Köln-Deutz" von 19 fotobegeisterten Postlern gegründet.

Weiterentwicklung :

Aus dem Betriebsclub entwickelte sich eine Gemeinschaft die inzwischen allen Fotobegeisterten offen steht. Er ist im Kölner Raum einer der größten und aktivsten seiner Art.

Vereinsregister :

 

Am 1. Juli 1986 wurde der Verein unter dem Namen "Post-Fotoclub ARFO Köln -Kunstverein der Postangehörigen" in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen. Der Clubname erfuhr am 4. Juli 1997 eine weitere Änderung in die heutige Bezeichnung.

Auslandskontakte :

Kontakte zu Amateurfotografen und - Fotoclubs des benachbarten Europäischen Auslands sind ein wesentliches Merkmal der Breitenarbeit des Vereins (Österreich, Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Niederlande, England). 10 Internationale Fotowettbewerbe wurden bisher durchgeführt. Diese wurden teilweise als Wanderausstellungen in den teilnehmenden Ländern präsentiert. Zwischen den Fotoclubs aus Den Haag und Köln findet seit 30 Jahren ein jährliches Internationales Fototreffen statt. Zwischenzeitlich beteiligte sich auch der Postfotoclub Brüssel an diesen Treffen. Dieses wird im Wechsel in den beteiligten Ländern zu attraktiven Fotothemen durchgeführt. Die Auslandskontakte führten zu vielen grenzüberschreitenden Freundschaften (auch eine Form von Völkerverständigung).

Rundschreiben :

 

Jedes Mitglied und jeder Interessierte erhält das monatliche Rundschreiben. Mit diesem Rundschreiben werden die wichtigsten Vereinsnachrichten, Infos aus der Fotowelt verteilt und die Einladung zum nächsten Teamabend ausgesprochen. Es ist ein wichtiges Medium im Vereinsleben. Mit ihm bleibt die Organisation hautnah an den Mitgliedern und kann auch ihre Leistungsrecourcen schnell mobilisieren (siehe Vereinsphilosophie)

 

Internetauftritt :

 

Seit einigen Jahren ist der Verein mit einer Homepage im WWW vertreten. Eine richtige Entscheidung. Denn inzwischen finden immer mehr Interessenten über dieses Medium zu uns.

 

Monatlicher Teamabend :

 

Der zweite Dienstag im Monat ist unser "Teamabend", Beginn 17:30 Uhr. Dann treffen wir uns zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch, besprechen die eingebrachten Fotos und Dias, entscheiden über die "Bilder des Monats" und planen gemeinsame Aktivitäten.     Termine - Clubtreffen

 

Technisches Know-how :

 

Eine Überblendanlage, Notebook mit Beamer, Studioblitzanlage und weitere mobile Studioausrüstung nennt der Verein sein eigen.

 

Meisterschaft :
 

Die Fotografie wird in der Vereinsarbeit durch eine sich übers Jahr aufbauende Meisterschaft in den Sparten s/w, color und dia gefördert und entwickelt. Am monatlichen Teamabend wird in jeder Sparte das Bild des Monats gewählt. Wer am Jahresende die meisten Bilder des Monats aufweisen kann, ist der Clubmeister in der jeweiligen Sparte.

 

Adolf Bilstein Pokal :

 

Eines der Gründungsmitglieder hat den nach ihm benannten Pokal, den Adolf-Bilstein Pokal, gestiftet. Er soll jedes Jahr dem besten Newcomer überreicht und somit die Nachwuchsförderung honoriert werden.

Ausstellungen :

Im Laufe der Vereinsgeschichte wurde eine ungezählte Anzahl von Vereins-, nationalen und internationalen Fotoausstellungen durchgeführt oder an ihnen teilgenommen.

Workshops, Seminare, Fototreffs :

Jedes Jahr werden in einem "Jahresprogramm" alle Termine vorgeplant und entwickelt. Eine Stärke des Vereins ist es, dass Workshops und Seminare durch Mitglieder des Vereins mit ihrem Fachwissen erbracht werden.

Fotofahrten :

Fotofahrten werden zur sowohl zur Erarbeitung von Fotothemen als auch zur geselligen Einbindung der Familie organisiert.

Negativtreff :

Der Negativtreff ist ein monatlicher Stammtisch für alle die einmal gemütlich bei leckerem Kölsch und guten Essen mit den Partnern beisammen sitzen möchten. Dabei spielen die Fotothemen eine untergeordnete Rolle.Stärken und Leidenschaften von Mitgliedern stehen im Vordergrund.

Digitalspezialist :

Natürlich verschließt sich die ARFO nicht den Entwicklungen des Fotomarktes. Wie wichtig das ist, hat Klaus Malpohl erkannt. Er hat sich durch intensives Studium der theoretischen Grundlagen der digitalen Fotografie eine Wissensbasis verschafft, die es ihm erlaubt, sein Wissen im Rahmen von Workshops an unsere Mitglieder weiter zugeben.

Infrarotspezialist :

 

"Was ist das denn, die Bilder sind ja viel zu dunkel" So oder ähnlich lauteten die Kommentare als Wolfgang Hemmers zum ersten mal seine Infrarotbilder präsentierte. Inzwischen hat er nach unserer Meinung die Infrarotfotografie zur Meisterschaft entwickelt.

 

Multivisionsspezialist :

 

Rolf Kuhn, 2. Vorsitzender des Vereins, hat in unserem Verein Überblendungen und Multivisionen salonfähig gemacht.

 

Ausstellungsmacher :

 

Ein sich um den 1. Vorsitzenden des Vereins immer wieder neu formierendes Team bringt es fertig, Ausstellungen in einer fast professionellen Art und Weise so zu organisieren, dass sie für Mitglieder und Gäste immer wieder zu einem großen Fest werden (siehe 11 Internationale Fotoausstellungen usw.)

 

Vereinsphilosophie :

Es ist uns wichtig, dass alle Mitglieder Gemeinschaft leben und erleben. Gemeinschaft im Sinne von "persönlicher Einsatz für die Anliegen und Ziele der Gruppe". Das einzelne Mitglied soll und darf den Verein nicht als Selbstbedienungsladen á la Supermarkt verstehen. Frei nach dem Motto: "Jungs ich habe den Beitrag bezahlt, nun macht mal." Jeder soll sich mit seinem Sach- und Fachwissen einbringen. Dann gelingt die gemeinsame Sache, der Verein behält ein hohes Leistungsmaß und kann weiter internationale Ausstellungen durchführen.

 

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